Barbara Staarmann

Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Familienrecht

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Sorgerecht

Eltern sind berechtigt und verpflichtet, für ihre minderjährigen Kinder zu sorgen ( elterliche Sorge). Das Sorgerecht ist somit einer der wichtigsten Teile des Familienrechts und es gilt der unbedingte Grundsatz: „An erster Stelle steht das Kindeswohl“.

Die Sorge erstreckt sich auf die Personensorge und die Vermögenssorge des Kindes. Die elterliche Sorge steht den verheirateten Eltern grundsätzlich gemeinsam zu, ebenso im Trennungsfall den getrennt lebenden Eltern. Erst wenn vom Familiengericht festgestellt wird, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl schadet, erhält ein Elternteil das alleinige Sorgerecht. 

Sollten die Eltern nicht verheiratet sein, steht die Sorge zunächst allein der Mutter zu. Damit auch der Vater das gemeinsame Sorgerecht erlangen kann, ist eine gemeinsame Sorgerechtserklärung unter Zustimmung der Mutter abzugeben. Verweigert die Mutter die Zustimmung zur gemeinsamen Sorgerechtserklärung und die Eltern sind nicht verheiratet kann das Gericht auf Antrag des Kindesvaters das Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam übertragen. Auch ohne die Zustimmung der Mutter (das ist neu!) kann so das gemeinsame Sorgerecht begründet werden.